1920er

Nachdem der 1. Weltkrieg zu Ende gegangen war und auch die Kriegsgefangenennach und nach wieder in die Heimat entlassen wurden – was lag da für Kamerad Hugo Volmer näher als seinen Kameraden Heinrich Albertmann in Gimbte zu besuchen“

Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Die beiden Musiker vereinten Gleichgesinnte um sich und man traf sich viele Abende im Haus Albertmann um Noten zu lernen, wobei – so kann man nachlesen – auch die Geselligkeit keinesfalls zu kurz kam.

Gründlich wie wir Preußen ja nun mal sind musste auch bereits hier alles ordentlich geregelt sein und man entschloss sich im Jahr 1927 eine Satzung zu erstellen, die – da nie widerrufen – evtl. heute noch ihre Gültigkeit hat. (Kleiner Scherz!)

Ein Schmunzeln bei uns ausgelöst haben beim Studium die §§ 5, 10, 12, 22, in denen die Übernahme der Kosten geregelt sind, wohingegen die §§ 16 (strengster Gehorsam) und 26 (Zurückweisung von Getränken) uns eher Überarbeitenswert erschienen.

Im Jahre 1920 wurde also die „Musikkapelle Gimbte“ gegründet

Die Wiege der Musikkapelle liegt im Haus Albertmann. Hier wurde laut Chronik „manch falscher Ton durch den Bosen des Herdfeuers geblasen. “Geübt wurde in jeder freien Minute – vor allem sonntags, nach der Andacht (manchmal bis zum frühen Morgen).

In relativ kurzer Zeit war es gelungen, ein kleines, nettes Orchester aufzubauen, dessen Sinn darin bestand, das „Dorfleben“ zu bereichern.

Sehr schwer war es allerdings, den Hörner- und Notenbestand zu vergrößern. Doch durch Idealismus, der auch heute noch unser Kapellenleben aufrecht erhält, wurde auch dieses Problem gelöst. So wanderte manche Wurst, manches Pfund Butter u. a. Essbares in den Musikladen als Tauschobjekt für ein Horn, eine Trompete oder eben Notenmaterial.

Wenn Gimbte nicht in der glücklichen Lage gewesen wäre, ein Landort zu sein, wäre der Idealismus wohl schon in den Anfängen stecken geblieben.

Der erste „große Auftritt“ der Kapelle war beim Schützenfest der Drogisten in Münster (1920).

Der GrĂĽndungsname „HARMONIE“ wurde alsbald – um der Kapelle einen sicheren Halt zu geben – in

Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr

umbenannt.